Strima Sewing Factory Live

Strima zeigt mit seinen Partnern in der Halle 5.0 eine komplette Produktion von Damenbekleidung von CAD und IT bis zum automatischen Zuschnitt, Nähen, Bügeln, Qualitätskontrolle und Verpackung. Im Interview erklärt Pawel Bronski, CEO von Strima, was die Besucher von der Show erwarten dürfen.

Was zeigen Sie mit der Strima Sewing Factory Live?

Pawel Bronski, CEO von Strima: "Wir präsentieren die komplette Produktionslinie auf der Texprocess". Quelle: Strima

Pawel Bronski, CEO von Strima: „Wir präsentieren die komplette Produktionslinie auf der Texprocess“. Quelle: Strima

Als Anbieter von Nähmaschinen für Bekleidung, Polster- und Lederverarbeitung ist es uns wichtig, dass heutige Designer die gesamte Produktionslinie eines Bekleidungsstückes verstehen und sehen können. Die heutige Produktion ist vielfältiger denn je: Sie reicht von CAD; Nähgarnen und Nadeln, Zuschneide-, Fixier- und Nähmaschinen über Bügeln und Verpacken bis hin zu Transport und Logistik.

Deshalb haben wir eine Strima Sewing Factory Live in der Halle 5.0 vorbereitet. Sie präsentiert eine komplette Produktion von Damenbekleidung von CAD und IT bis zum automatischen Zuschnitt, Nähen, Bügeln, Qualitätskontrolle und Verpackung. Auch Sicherheit zum Beispiel zur Verhinderung von Nadelbrüchen spielt eine immer größere Rolle, etwa in der Kindebekleidung. Sewing Factory Live werden wir mit unseren drei Partnern Audaces, Oshima und Zoje realisieren. Sehr wichtig wird auch die Nähmannschaft sein, die auf dem Messestand die Nähproduktion zeigt. Unsere Produktionsmannschaft kommt von der polnischen Firma Sewing Contractor. Am Ende verschenken wir die fertigen Produkte an die Fachbesucher.

Für wen eignet sich die Strima Sewing Factory Live?

 

Eine Damenjacke wird live auf der Texprocess gefertigt. Quelle: Strima

Eine Damenjacke wird live auf der Texprocess gefertigt. Quelle: Strima

Uns interessieren als Besucher vor allem Studenten und junge Designer aus der Bekleidungsindustrie, die die heute verfügbaren Technologien noch nicht kennen. Wer den Markt neu betreten will, muss sich über die nötigen Technologien informieren. Heutige Designer, unsere zukünftigen Modeausstatter, sollen eigene Produkte in eigene Ateliers selbst nähen und somit lieben lernen. Deshalb zeigen wir auch die komplette Produktionslinie, aber eben angepasst an aktuelle europäische Bedürfnisse.

Als Zielregion ist Westeuropa aktuell für uns interessant. Viel passiert zum Beispiel in England, wo die Produktion von Bekleidung wieder lokal stattfindet. Auch in Augsburg gibt es Projekte, z.B. Manomama, die lokal produzieren und verkaufen. Das ist nur ein Beispiel, das zeigt: Es entsteht mehr und mehr Bekleidungsproduktion in Europa. Zudem ist die Produktion nicht mehr nur auf Asien konzentriert. Wir exportieren über 50 Prozent unserer Produkte in 47 Länder, darunter ganz exotische wie Ruanda, aber auch, schwer zu glauben aus europäischer Sicht, Australien. Allerdings sehen wir noch viel Potenzial in Europa.

Warum zeigen Sie die Show auf der Texprocess?

Die Texprocess ist die wichtigste Messe für neue Technologien in der textilen Verarbeitung. Sie unterscheidet sich von anderen Messen darin, dass hier neueste Maschinen und Entwicklungen gezeigt werden. Bekleidungsproduzenten müssen langfristig denken und planen und nicht kurzfristig günstige Produkte kaufen. Die Texprocess ist genau die Plattform für die relevanten Technologien der nächsten zehn bis zwanzig Jahre.

Marc Chalupsky

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