Knautschbare Scheinwerfer

Aus seiner Heimat St. Gallen ist Forster Rohner – Textile Innovations gleich mit mehreren Neuheiten angereist. Eyecatcher des Messestandes ist die leuchtende, weiße Après-Ski-Jacke von Bogner. Die Lichteffekte werden über Leiterbahnen und LEDs erzeugt. Das gibt es schon länger – ja! Aber noch nicht in waschbarer Form!

Die Jacke, die Forster Rohner für das Münchner Sportswear-Unternehmen entworfen hat, lässt sich in der Maschine bei bis zu 60°C waschen. Außerdem lässt sich die Jacke drapieren und tragen wie ein Modell, das nicht mit LED-Textiles ausgestattet ist.

Zum Leuchten gebracht werden die Textilien über die e-broidery®-Technologie. Textile Leitungsführung, LED Herstellungs- und Integrationsverfahren wurden spezifisch für e-broidery® entwickelt und in ein industrielles Herstellungsverfahren umgesetzt. Die Forster Rohner LED-Textilien haben sogar schon Schweizerische und Pariser Modehäuser überzeugt: Akris und Chanel ließen sie in Kleider und Handtaschen sticken. Forster Rohner selbst bietet mittlerweile eine eigene Kollektion mit Innendekorationen wie Vorhängen und Stoffen an.

Neuheit Nummer zwei ist eine heizbare Jacke. Über die Technologie e-Therm Flex, das sind textile Heizpads, kann man die Temperatur eines Kleidungsstück nicht nur an- oder ausschalten. Denkbar ist auch eine stufenlose Steuerung. Das Ganze kann mit Batterien betrieben werden. Möglich sind aber auch Akkus, die sich beispielsweise über den Kleiderbügel aufladen lassen. Die Heizpads sind in drei Größen erhältlich und müssen nur entsprechend eingearbeitet werden. Auch solchermaßen ausgestattete Kleider sind waschbar.

Heizpads für Bekleidung

Weg von der Mode und Bekleidung zu einem anderen Thema: Kein Platz für sperrige Scheinwerfer? Für Profi-Fotografen oder solche, die’s werden wollen, haben die Schweizer faltbare, knautschbare Scheinwerfer entwickelt, die nicht einmal Schaden nehmen, wenn man drüberfährt. Damit nicht genug präsentiert Forster Rohner ein Medizinprodukt: die textilen Komponenten des Brustgurtes zeichnen ein Langzeit EKG auf, das von klinischer Relevanz ist. Kardiologen erhalten so Daten, auf deren Basis sie eine Diagnose erstellen können.

Schließlich noch eine Erfindung, die auch jeden Gesunden im Job interessieren dürfte. Über eine Sensormatte kann der geplagte Büromensch auf einem Display (z.B. Ipad) sehen, wie seine Sitzverteilung ist und daraus unmittelbar ableiten, was er ändern sollte. Eine Erfindung, die Menschen mit Rückenproblemen einen entscheidenden Schritt weiterbringen könnte.

Kirsten Rein

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