Im Jeans-Labor

Sie nennen sich „Mad scientists of denim“, tragen weiße Kittel und arbeiten mit Laser, Nanobubbles und Ozon. Jeanologia wollen die Denim-Industrie revolutionieren. Am Stand der Finishing-Experten aus Spanien auf der diesjährigen Texprocess Americas in Atlanta scharten sich Besucher mit gezücktem Smartphone.

Laser statt Sandstrahl: Das Hightech-Finishing bietet unendliche Design-Optionen und schont Umwelt und Gesundheit.

Laser statt Sandstrahl: Das Hightech-Finishing bietet unendliche Design-Optionen und schont Umwelt und Gesundheit.

Zum ersten Mal dabei, veredelten Jeanologia auf der Texprocess Americas mit einem Laser live Jeans mit modischen Effekten. Was zu sehen war, beeindruckte: Hinter einer Glasscheibe gleitet ein Laser von oben nach unten über eine aufgespannte Jeans. Blauer Dampf quillt aus dem Textil. Nach knapp einer Minute das Ergebnis: Wo vorher eine gleichmäßig gefärbte Jeans hing, erscheint nun ein angesagtes Denim-Teil im Fading-Look. Ob T-Shirt, Rock oder Hose: Mit den Lasern von Jeanologia lassen sich unendlich viele Designs auf allen Arten von Kleidungsstücken umsetzen.

Mit einem Marktanteil von 85% gilt Jeanologia als der Weltmarktführer im Finishing von Jeansmode und hat Kunden auf fünf Kontinenten. Darunter sind bekannte Marken wie Levi’s, GAP, Replay, Pepe Jeans und Diesel. „Wir sind das erste Mal auf der Texprocess Americas. Viele unserer Kunden sitzen in den USA und produzieren in Mexiko, Kolumbien, Argentinien und Peru. Wir freuen uns über das große Interesse an unseren Technologien“, so Marketing-Managerin Carmen Silla.

Standorte in Valencia und Barcelona: Jeanologia hat mehr als 30 Jahre Erfahrung mit Lasern und ökoeffizienten Technologien / Foto: Jeanologia

Standorte in Valencia und Barcelona: Jeanologia hat mehr als 30 Jahre Erfahrung mit Lasern und ökoeffizienten Technologien / Foto: Jeanologia

Neben geballter Laser-Kompetenz haben die Spanier noch mehr zu bieten:

Mit der EcoG2 hat Jeanologia eine Finishing-Maschine entwickelt, die Farbe in Jeans und Oberteilen reduziert und auswäscht. Für den beliebten „Sun-Wash“-Effekt nutzt Jeanologia Ozon statt Wasser und Bleichmittel. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren werden so 67% Wasser und 62 % Energie gespart und der Einsatz von chemischen Zusätzen um 85% reduziert.

Von der Funktionsweise sogenannter Nano-Blasen profitiert Jeanologias e-Flow-Technologie. Was Profi-Schwimmer im Wasser gleiten lässt, macht Textilien modisch effektvoll, wasserabweisend, knitterfrei und weich – und das fast ohne Wasser. Die Nanobubbles reihen sich in den Zero-discharge-Ansatz des Unternehmens ein.

Vision der „verrückten Wissenschaftler“: Langfristig sollen Chemikalien, Sandstrahler und Handarbeit in der Denim-Industrie komplett durch umweltschonende und gesundheitlich unbedenkliche Finishing-Verfahren abgelöst werden.

Mehr zum Know-How von Jeanologia und zur Texprocess Americas.

Lilliffer Seiler

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